Was es beschleunigt
Der Gewinn liegt in der Entfernung. Eine Anfrage von Sydney nach Frankfurt braucht rund 250 Millisekunden für den Hin- und Rückweg, allein wegen der Lichtgeschwindigkeit im Glasfaserkabel. Kommt die Antwort stattdessen aus Sydney, sind es 10 Millisekunden.
Deshalb wirkt ein CDN dort am stärksten, wo Besucher weit weg sind und viele unveränderliche Dateien geladen werden: Bilder, Schriften, JavaScript, Videos.
Wann es nichts bringt
- Deutsche Besucher, deutscher Server. Der Weg ist ohnehin kurz; der Unterschied liegt im einstelligen Millisekundenbereich und ist nicht wahrnehmbar.
- Persönliche Seiten. Was für jeden Nutzer anders aussieht, lässt sich nicht zwischenspeichern – ein CDN reicht die Anfrage dann nur durch.
- Datenschutz. Ein CDN sieht die IP-Adressen deiner Besucher. Liegt es außerhalb der EU, ist das ein Punkt, den du im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten führen und in der Datenschutzerklärung nennen musst.
Wie es bei Branchway aussieht
Die Apps laufen an einem Standort in Deutschland, ohne vorgeschaltetes CDN. Für Angebote mit deutschen oder europäischen Nutzern ist das die einfachere und datensparsamere Lösung: ein Ort, eine Rechtsordnung, keine zusätzliche Stelle, die Besucherdaten sieht.
Wer weltweites Publikum hat, kann ein CDN selbst davorsetzen – die App bleibt dieselbe, das CDN zeigt auf ihre Adresse.
Häufige Fragen
Brauche ich ein CDN für SEO?
Google bewertet Ladezeiten, nicht CDNs. Wenn deine Seite ohne CDN schnell ist, fehlt dir nichts.
Ist ein CDN datenschutzrechtlich problematisch?
Es ist ein Auftragsverarbeiter, der IP-Adressen verarbeitet. Innerhalb der EU ist das gut handhabbar, außerhalb brauchst du eine tragfähige Grundlage für die Übermittlung.